Integration von Flüchtlingen in Stuttgart Süd

Beim Treffen der Stadtteilvernetzer am 18.02.2016 berichtete Tina Syring vom Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach von drei besonderen Formaten im Stuttgarter Süden, die auf die Integration von Flüchtlingen ins Quartier zielen. Die Formate eignen sich auch gut als Transferprojekte in andere Quartiere.

Es gibt im Stuttgarter Süden

  1. ein regelmäßiges (sogar tägliches!) Flüchtlingscafé
  2. die Vernetzung von Flüchtlingen mit anderen Akteuren und Institutionen im Quartier
  3. die Förderung der Partizipation und des freiwilligen Engagements von Flüchtlingen

Im Generationenhaus Heslach wird seit Herbst vom Flüchtlingsfreundeskreis Süd täglich von 17-20 Uhr ein Flüchtlingscafé im Café Nachbarschafft von jeweils 5-6 Ehrenamtlichen organisiert. Hier treffen die Flüchtlinge auf die Hausbesucher und Menschen der Nachbarschaft. Gleichzeitig kommen sie so aus ihrer Unterkunft heraus, sehen eine andere Umgebung, und können die Infrastruktur des Cafés für das gemeinsame Gespräch, für Hausaufgaben, für gemeinsame Spiele und für die Kommunikation mit ihrer Heimat nutzen, da es im Generationenhaus freies WLAN gibt. Die Flüchtlinge bringen sich auch in die Organisation des Cafés ein, d.h. machen hier verstärkt ehrenamtlich mit.

Beim Projekt “Lebendige Nachbarschaft” im Stuttgarter Süden bemüht sich der Flüchtlingsfreundeskreis um eine Vernetzung der Flüchtlinge mit den anderen Institutionen und Vereinen im Quartier. Es gibt hier Kontakte zu Gewerbetreibenden, dem Theater ‘Rampe’, der Etzelfarm, dem Jugendhaus usw. Ziel des Projektes ist es, wie der Flüchtlingsfreundeskreis Süd/Böblinger Str. schreibt, “bei allen Beteiligten ein aktives Bewusstsein für die Belange von Flüchtlingen und konkrete Angebote für deren Integration in das gesellschaftliche Leben im Viertel zu schaffen – von Freizeitangeboten über Praktikums- und Arbeitsgelegenheiten bis hin zu unternehmerischem Handeln.”

Im Rahmen des Projektes wird auch die Partizipation der Flüchtlinge gefördert, “etwa durch die Gründung eines Bewohnerrates, Kursen für Streitschlichter und Deeskalationstrainings sowie Workshops für interkulturellen Austausch.”

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