Stadtraum als Medium? Wie kommuniziert das Kernerviertel?

Zu einer Mitmach-Reihe zum Thema „Stadtraum als Medium“ lädt der Verein CASA Schützenplatz e.V. in den Räumen des Club International, Moserstr. 10, ein.

„Unser Viertel besteht nicht nur aus Straßen und Häusern, sondern vor allem auch aus den Menschen, die hier wohnen, ihren Geschichten, Ideen und Verbindungen. Der Schlüssel hierzu ist Kommunikation. Nun laden wir Sie ganz konkret zu einem Austausch über das Austauschen ein. Und vielleicht können wir die lokalen Kommunikationswege nicht nur verstehen, sondern auch noch ausbauen“. Speziell am 26.11.19 sollen Erfahrungsberichte von unterschiedlichen Initiativen im Mittelpunkt stehen. Hier sehen Sie das Programm der Reihe:

Biografiearbeit – Inspirationsquelle für Quartiersarbeit

Die Samariter-Stiftung bietet am 12. und 13. November 2019 ein zweitägiges Seminar in Stuttgart-Feuerbach zum Thema „Biografiearbeit“ an. Das Seminar „bietet eine Einführung in die ressourcenorientierte Biografiearbeit. Biografiearbeit regt das Erinnern an und bringt Menschen schnell miteinander in Kontakt – durch eine Vielzahl von kreativen und lustvollen Methoden. Sie hilft, das eigene Leben zu reflektieren, persönliche Stärken und Werte zu erschließen. So kann sie auch zu einem wertvollen Motor für Engagement im aktuellen Lebensumfeld werden.“

Das Seminar richtet sich an Quartiersentwickler/innen, Ehrenamtskoordinator/innen, Sozialdienstmitarbeiter/innen, Regionalleitungen, Hausleitungen. Mehr Infos gibt es hier (bitte auf das Bild klicken):

 

Aufruf zur Beteiligung in Stuttgart – Bürgerengagement-Strategie entwickeln

Die Stadt Stuttgart, die Bürgerstiftung Stuttgart und das Freiwilligenzentrum Caleidoskop haben einen Beteiligungsprozess gestartet, der eine Bürgerengagement-Strategie für Stuttgart ausarbeiten soll. Ziel ist u.a. Orte des Engagements zu schaffen, „zentral, dezentral, digital“:

„Wie stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt? Was brauchen bürgerschaftlich Engagierte in Stuttgart? Wie können wir Hürden im Ehrenamt beseitigen? Wie können wir unser Miteinander gestalten? Werden Sie Teil des einmaligen stadtweiten Prozesses zur Stärkung des Bürgerengagements. Lassen Sie uns eine gemeinsame BE-Strategie für unsere Stadt entwickeln. Bringen Sie Ihre Ideen und Kompetenzen ein! Sie können an folgenden thematischen Arbeitsgruppen mitwirken:

  • AG Angebote (Beratung, Qualifizierung, etc.)
  • AG Digitales (Internetplattform, Vermittlungsplattform, etc.)
  • AG Öffentlichkeitsarbeit (CI/CD, Kampagnen, etc.)
  • AG Räume (Experimentierort, dezentrale Räume, Tournee, etc.)

Wir freuen uns über Ihr Engagement und bitten um Anmeldung zu den Arbeitsgruppen unter buergerengagement@stuttgart.de. Die Arbeitsgruppen werden in den kommenden Wochen terminiert.“

Neues Förderprogramm „Beteiligungstaler“

Die Allianz für Beteiligung legt ein neues Förderprogramm auf:

„Das Förderprogramm „Beteiligungstaler“ bietet zivilgesellschaftlichen Gruppen die Möglichkeit, Unterstützung für ihr Beteiligungsprojekt vor Ort zu erhalten. Das Programm ermöglicht die Finanzierung von Sachkosten, die während der Durchführung eines Beteiligungsprojekts anfallen. Gerade kleinere Gruppen stellen diese Ausgaben häufig vor große Schwierigkeiten. Hier setzt der „Beteiligungstaler“ an.

Mit dem Förderprogramm ist zum Beispiel die Übernahme von Kosten für den Einladungsflyer, für die Kinderbetreuung während der Veranstaltung oder für die Moderation des Workshops möglich. Viele weitere Beispiele sind denkbar. Mit dieser Förderung würdigen die Allianz für Beteiligung und das Land Baden-Württemberg das vielfältige Engagement der Menschen vor Ort und stellen sicher, dass die wertvolle Unterstützung durch zivilgesellschaftlich initiierte Beteiligungsprojekte erhalten bleibt.“

Bis zu 2000 Euro sind als Sachkostenzuschuss möglich. Antragstellung bis spätestens 31.07.2020. Mehr Infos und die Antragsunterlagen finden Sie hier.

Studierende und Stadtteile besser zusammenbringen

Wie bringt man mehr junge Menschen in Quartiersinitiativen und was können Studierende in die Stadtteile einbringen? Zwei Referentinnen bei unserem Stadtteilvernetzer-Treffen am 26.03.2019 brachten zu diesen Themen wertvolle Impulse ein.

Hanna Noller von den Stadtlücken e.V. informierte über die Entstehung und Aktivitäten ihres Vereins, der noch bis zum Herbst den Österreichischen Platz zusammen mit anderen Gruppen und Nutzern bespielt: Formate wie ein Kino unter der Brücke, Band-Konzerte, Tischtennisturniere, eine gemeinsame Brettljause, ein Kleidertausch, Diskussionsveranstaltungen, Performances, Fahrradfahrer*innen-Treffen („critical mass“), tiny houses, Installationen usw. locken zum Teil viele Hundert Menschen an, vor allem viele Studierende. Die Stadtlücken e.V. haben die Aufbruchstimmung genutzt, die sie bei ihren monatlichen Versammlungen im Theater Rampe oder im Stadtpalais spürten, wo sich viele Studierende und Aktive einfanden mit dem Ziel, die Stadt mitzugestalten und nutzbare Kreativräume („Lücken“) in der Stadt aufzuspüren. Hanna Nollers Tipp für die Aktiven im Quartier, die Studierende und Jüngere zum Mitmachen gewinnen wollen: Einrichtungen und Initiativen mit Jugendbezug im Quartier kartieren, Kontakt aufnehmen und gemeinsam mit der jungen Zielgruppe Projekte ausarbeiten.

Dr. Elke Uhl vom  Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) zeigte auf, wie notwendig ein enger Kontakt zwischen Hochschulen bzw. Studierenden und der Stadtgesellschaft ist und wie dieser noch ausgebaut werden könnte und müsste. Gute Anfänge sind bereits gemacht durch kleine Forschungsaufträge für interdisziplinäre studentische Gruppen in unterschiedlichen Quartieren in Stuttgart (Stuttgart-Berg, Stuttgart  West). Studierende und Institute bieten Wissen und viele möchten gerne für, mit und in der Stadt etwas bewegen. Solche Forschungsprojekte vor Ort sind dann auch häufig intergenerationell aufgestellt, d.h. hier treffen Junge auf Ältere. Wünschenswert wäre für Stuttgart eine Plattform, die Hochschulen, Bürger*innen, Initiativen, Stadtpolitik, kurz: die ganze Stadtgesellschaft noch besser miteinander verzahnt. Von Seiten der Stadtteilvernetzer kam die Idee eines Wissenschaftsladens auf, – eine Idee, an der wir dran bleiben wollen.

Schlussendlich haben wir zwischen den Stadtlücken, dem IZKT und den Stadtteilvernetzern  verabredet, in Kontakt zu bleiben und Kooperationen anzudenken – ein sehr konstruktives Ergebnis unseres Treffens. Herzlichen Dank an die ReferentInnen und an alle, die am Treffen teilgenommen haben!

Zum Weiterlesen: ein Artikel des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg über „Die Bedeutung von Stuttgart als Hochschulstandort“ aus dem Jahr 2016.