Häkeltreff Superblock mit neuem Projekt

Der Häkeltreff Superblock in Stuttgart-West häkelt den Superblock schön durch das Bestricken und Behäkeln von Fahrradständern usw. Derzeit arbeitet der Treff auch an Grabbel-Decken oder “Ärmeln” für Menschen mit Demenz, die oft unruhig sind und was zum “Zupfen” und “Grabbeln” brauchen. Das Projekt wurde auf der Frauen-Netzwerkstatt 2026 vorgestellt.

© K. Schlenker-Gutbrod

Fördertopf für Projekte im öffentlichen Raum

Das Amt für öffentlicher Ordnung Stuttgart informierte auf der Frauen-Netzwerkstatt 2026 über den Fördertopf für Projekte im öffentlichen Raum, den Engagierte und Initiativen nutzen können:

Wo finden Engagierte Räume in Stuttgart?

Die Freiwilligenagentur Stuttgart informierte auf der Frauen-Netzwerkstatt 2026 darüber, wo man als Engagierte:r / als Initiative anfragen kann, wenn man einen Raum braucht. Die Freiwilligenagentur hat dazu auch eine Linkliste zusammengestellt
Räume für Engagierte

Ab Herbst 2026 gibt es dazu noch mehr Infos auf dem neuen Engagement-Portal der Stadt Stuttgart.

Abschlusstreffen des Erasmus-Projekts “Give A Second Life To Things” in Łódź

Wir freuen uns, über das erfolgreiche Abschlusstreffen unseres Erasmus-Projekts “Give A Second Life To Things” zu berichten, das vom 28. bis 30. Januar 2026 in Łódź stattfand. Gastgeber war wieder die “Fundacja Activus”, die uns herzlich willkommen hieß und ein inspirierendes Programm auf die Beine stellte.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung in der prächtigen ehemaligen Fabrikantenvilla von Leopold Kindermann wurden die wesentlichen Bestandteile und Ergebnisse des Projekts präsentiert. Ein Fokus lag auf dem Austausch mit dem Stadtseniorenrat und Mitgliedern der Stadtverwaltung, die großes Interesse an den nachhaltigen Initiativen zeigten.

Das Projekt, das sich dem Thema Nachhaltigkeit widmete, bot Einblicke in verschiedene umweltbewusste Projekte, die in Prag, Stuttgart und Łódź besucht wurden. Unsere Partnerorganisation berichtete über besuchte Initiativen in allen drei beteiligten Städten und gab aussagekräftige Einblicke in Aktivitäten und Workshops, die auch noch darüber hinaus für Teilnehmende der Fundacja Activus in Łódź stattgefunden haben.

Besonders faszinierend waren die vergleichenden und erhellenden Ergebnisse der Umfragen zum Nachhaltigkeitshandeln und dem verfügbaren Wissen in den drei teilnehmenden Städten. Diese Umfragen zeigten sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede auf, die uns wertvolle Anregungen für zukünftige Projekte liefern.

Wir bedanken uns herzlich bei der Fundacja Activus und allen Teilnehmenden, die dieses Treffen zu einem bereichernden Erlebnis gemacht haben. Gemeinsam konnten wir wichtige Erkenntnisse und Inspiration für die Weiterführung unserer Arbeit in Stuttgart mitnehmen.

Weitere Informationen zu unserem vergangenen Treffen in Prag finden Sie hier  und zum ersten Besuch in Łódź hier

© Stadtteilvernetzer Stuttgart

Quartiersarbeit nach dem Förderstopp im Hospitalviertel

Das Forum Hospitalviertel lädt zu einer Diskussion über Quartiersarbeit in Stuttgart am
Montag, 23. Februar 2026, 17:30 Uhr, im CVJM Stuttgart, Büchsenstraße 37, 70174 Stuttgart ein:

“Quartiersarbeit ist ein zentrales Instrument moderner Stadtpolitik. Sie stärkt sozialen Zusammenhalt, stabilisiert Stadtteile, ermöglicht Prävention, fördert Beteiligung und schafft lebenswerte, inklusive und nachhaltige urbane Räume. Das Hospitalviertel zeigt seit über 20 Jahren, was möglich wird, wenn Engagement aus dem Quartier selbst wächst – sozial, städtebaulich, kulturell und im interreligiösen Miteinander. Mit der Streichung sämtlicher kommunaler Zuschüsse im Doppelhaushalt 2026–2027 steht der Verein Hospitalviertel e.V. vor entscheidenden Zukunftsfragen: Braucht es diese Arbeit noch? Bleibt das Leben in Quartieren sich selbst überlassen? Wer übernimmt Verantwortung für das Miteinander?

Wir haben die Fraktionen im Stuttgarter Gemeinderat befragt und möchten die Antworten öffentlich diskutieren. Am Gespräch nehmen Teil:

  • Irene Armbruster, Geschäftsführerin Bürgerstiftung Stuttgart
  • Veronika Kienzle, Bezirksvorsteherin Stuttgart-Mitte
  • Roland Mahr, Intendant Renitenztheater Stuttgart
  • Jan Sellner, Journalist, Themenkoordinator Stadtleben/Stadtkultur der Stuttgarter Zeitung
  • Eberhard Schwarz, Vorstand Forum Hospitalviertel e.V.”

 

Stuttgarter:in des Jahres

Stadtteilvernetzerin Ute Dümcke ist unter den 9 Kandidat:innen, die 2026 zur Abstimmung stehen für den Preis “Stuttgarter/in des Jahres 2026”.

Ute Dümcke hat vor zehn Jahren das Netzwerk “Generation 50plus Zuffenhausen” initiiert, bei dem zwischenzeitlich 35-40 Menschen zusammenkommen. Man trägt Verantwortung füreinander über eine whatsapp-Gruppe, in der täglich gefragt wird, ob alle fit sind; man gießt die Pflanzen, wenn jemand in Urlaub ist; man kauft ein, wenn jemand nicht außer Haus kann.

Ein tolles Beispiel für eine Verantwortungsgemeinschaft im Sozialraum, die es ermöglicht, dass Menschen auch bis ins höhere Alter in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können.

Hier ein Video über die Kandidatin und ihre Initiative.

Frauenwohnen. Gestern. Heute. Morgen.

Eine spannende Veranstaltung in der ev. Tagesstätte Bad Boll, am 20.03.2026, 9.30-17.00 Uhr:

  • Was macht Frauenwohnen heute wieder attraktiv?
  • Wie organisieren sich weibliche Wohnprojekte, die nachhaltig wirken und gesicherte Wohnverhältnisse bieten?
  • Wie kommen gute Projekte in die Umsetzung, wie geht die Finanzierung und wie das wirtschaftliche Betreiben?

Die Tagung versammelt dazu Perspektiven erfahrener Planer*innen und diskutiert die Zukunft des Frauenwohnens in der Region.

Mehr Infos: ev-akademie-boll.de/tagung/450626.html

Second Live oft Things – Erasmus+- Projekt

Mit “Fundacja Activus“ aus Lodz, „Letokruh“ aus Prag und den Stadtteilvernetzern Stuttgart e.V.

Im Rahmen des Erasmus+-Projekts fand die dritte Begegnung der Projektteilnehmerinnen im Oktober 2025 in Prag statt.

© Letokruh

„Letokruh“ Prag hatte eingeladen und wir konnten in unterschiedlichen Bereichen sowohl die Arbeit der Organisation als auch das Engagement weiterer Organisationen zum Thema Nachhaltigkeit und „Weiternutzung“ von Materialien kennenlernen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Nutzung von Kleidung.
„Letokruh“ arbeitet überwiegend mit älteren Menschen und unterstützt diese in vielfältiger Weise um möglichst lange ein selbständiges Leben zu Hause führen zu können. Ca. 200 Volunteers machen Hausbesuche, begleiten bei Spaziergängen, unterstützen beim Einkauf oder bei Arztbesuchen. Ein Engagement von Älteren für Ältere.

Die Organisation arbeitet eng mit weiteren (kommerziellen) Akteuren im Prager Bezirk 7 zusammen. Wir informierten uns über die Arbeit in einer betreuten Wohnanlage, die z.B. gespendete Pflegehilfsmittel, wie Rollatoren oder Rollstühle an Bedürftige weitergibt oder Büchertauschregale betreut. Und wir konnten ein modernes Stadtteilbauentwicklungskonzept kennenlernen, das nachhaltig wirtschaftet und den Anforderungen des Klimawandels mit Begrünungen von Dächern, Bienenvölkern und Elementen der sog. „Schwammstadt“ gerecht wird.

Wir besuchten mehrere NGOs, die sich um die Weiterverwendung von gut erhaltener Kleidung bemühen. So wird gespendete Kleidung von SWOT an Bedürftige kostenlos abgegeben. „Heavenly Culture World Peace Restoration of Light“ (HWPL) organisiert unter dem Motto „Re-use for Peace“ regelmäßig Kleiderflohmärkte als Teil ihrer Friedensarbeit. Volunteers dieser NGOs beteiligen sich auch an Müllsammelaktionen auf Spielplätzen oder in Parks. Die Stad Prag fördert ehrenamtliche Initiativen z.B. von Büchertauschregalen, Quartiersflohmärkten oder Bienenfreundlicher Begrünung.

Das Erasmus+-Projekt zeigt mit seinen Präsenztreffen beeindruckend, wie in unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichsten Voraussetzungen Ehrenamt geschieht und gefördert wird. Gemeinsam ist allen Engagierten, dass sie sich einbringen wollen in ihrem persönlichen Umfeld, mit und für andere aktiv werden und ihre Dankbarkeit zeigen dafür, dass sie selbst gut leben können.

Volunteers sind eine starke Kraft für die (Zivil-)Gesellschaften in Europa, sie gestalten die Lebensumstände für alle Menschen kreativ und nachhaltig.
Die Stadtteilvernetzer freuen sich über diese neue Dimension der Vernetzung, die dieses Projekt bietet.