Vereine machen Gesellschaft – Vereine leben Vielfalt

Am 13.11.19 findet im Hospitalhof Stuttgart eine Veranstaltung zum Thema „Vereine machen Gesellschaft – Vereine leben Vielfalt“ statt. Hier wird gezeigt, wie Vereine Menschen mit Migrationshintergrund, mit Behinderungen, mit psychischen Problemen usw. in ihre Arbeit einbinden können:

„Spann Dein Netz“ – Nachbarschaftskette auf dem Fasanenhof

In Stuttgart-Möhringen läuft seit Ende Januar 2019 die Mitmach-Kunstaktion „Kunst.Gemeinsam.Machen“ des Netzwerks Generationenhaus-Möhringen. Das Aktions-Motto lautet in diesem Jahr: „Spann dein Netz“. Alle Einrichtungen im Bezirk sind zum Mitmachen eingeladen, um mit Hilfe von Kunst Menschen über Alters-, Kultur- und Sozialgrenzen hinweg zusammenzubringen.

Im Rahmen der Kunstaktion veranstalten nun am Samstag, 29.06. 2019 die Fasanenhofer Quartiersarbeit von Pasodi gemeinsam mit dem Facebook Portal „Meine Heimat Fasanenhof“ und engagierten Nachbarn aus dem Stadtteil eine „Nachbarschaftskette“: „Symbolisch wollen wir unser Nachbarschafts – Netz in Form einer Menschenkette darstellen. Dazu sind alle eingeladen mitzumachen. Das Projekt wird fotografisch dokumentiert. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Brunnen „Triton“ am Europaplatz, von dort startend wollen wir unsere Nachbarschaftstkette bis zum WohnCafé Europaplatz spannen. Im Anschluss gibt es vor dem WohnCafé noch etwas zu trinken und Wurst vom Grill und kleine gemeinsame Spiele“.

Internationale Bauausstellung 2027 Stadtregion Stuttgart – Partizipation erwünscht!

100 Jahre nach der Bauausstellung des Deutschen Werkbunds, in deren Rahmen die Stuttgarter Weissenhofsiedlung entstand, startet erneut eine Internationale Bauausstellung der StadtRegion Stuttgart (IBA ’27), die zehn Jahre lang dauert und 2027 ihre Ergebnisse präsentiert. Es geht bei einer Bauausstellung nicht nur um das Thema „Bauen“ im engeren Sinn, sondern im Fall der Stuttgarter IBA um die Frage: Wie leben, wohnen, arbeiten wir im digitalen und globalen Zeitalter? – also um eine Frage, die auch Engagierte und Initiativen in den Stadtteilen berührt.

Bürgerbeteiligung ist ein wichtiger Bestandteil der IBA und so haben sich vier Foren gebildet, bei denen jedermann/jedefrau und Initiative aus Stuttgart und der Region mitarbeiten kann. Die Foren-Themen:

  • Politik und Gesellschaft
  • Forschung und Technologie
  • Wirtschaft und Mobilität
  • Planen und Bauen

Im Forum „Politik und Gesellschaft“ gibt es z.B. die Untergruppen:

  • Wohnen im Umbruch und Wandel
  • Integration und Inklusion
  • Digitalisierung, Big Data, Smart Cities

Die Arbeit der Foren wird in den IBA-Plenen am 23. Mai und 21. November 2019 vorgestellt.

Zukunftsweisende zivilgesellschaftliche Projekte können sich auch um eine Aufnahme in das IBA-Netzwerk bewerben: „Gefragt sind modellhafte, anspruchsvolle und grundlegend neuartige Projekte zur regionalen und städtischen Raumentwicklung: kleine und große innovative Bauvorhaben, Projekte zur Quartiersentwicklung, Infrastrukturmaßnahmen, Forschungsvorhaben, experimentelle Veranstaltungsformate, neuartige Planungsprozesse, Ausstellungen, Kongresse“. Zur Aufnahme ins IBA’27-Netz begründen die möglichen Projektträger ihre Vorschläge anhand eines Fragebogens. Sie zeigen die Innovationsleistung und Modellhaftigkeit des Projekts, die regionale Relevanz und das Potenzial für eine internationale Ausstrahlung. Projektvorschläge können jederzeit über den gesamten Zeitraum der IBA’27 eingereicht werden.

Einladung zur 2. Stuttgarter Inklusions-Gala

Am Sonntag, 04. November 2018, findet ab 18.00 Uhr in der Liederhalle Stuttgart die 2. Stuttgarter Inklusions-Gala statt. Veranstaltet wird die Gala vom Verein ZEIT ZUM TANZEN e. V. mit seiner Gründerin Jutta Schüle, die auch bei den Stadtteilvernetzern Stuttgart mitmacht.

Bei der Gala tanzen Menschen mit und ohne Behinderung miteinander – das ist gelebte Inklusion. Ein buntes Programm verspricht einen unterhaltsamen Abend. Die Schirmherrschaft über die Gala hat die Landeshauptstadt Stuttgart inne.

Hier finden Sie mehr Infos, auch zum Thema Kartenkauf:

Öffnung von Pflegeheimen ins Quartier – was ist wichtig?

Beim ersten Treffen der Stadtteilvernetzer in 2018 waren wir im Anna Haag Mehrgenerationenhaus in Bad Cannstatt zu Gast.  Wir diskutierten über die Öffnung von Pflegeheimen ins Quartier. Kurzreferate kamen hierzu von Frau Hoffmann vom Anna Haag Mehrgenerationenhaus und von Frau Dinkelacker-Strika und Frau Krauß vom DRK Seniorenzentrum „Haus im Sommerrain“. Beide Häuser betreiben eine aktive Quartiersarbeit.

Die folgenden Punkte kristallisierten sich in der Diskussion als wichtige Voraussetzungen heraus, damit eine Öffnung in den Stadtteil gelingt. Sie können Pflegeheimen und lokalen Netzwerken als Anregung dienen:

  • Es braucht Räume, die Begegnungen ermöglichen wie bspw.  ein nachmittägliches Haus-Café, einen Raum für Sport, Bastel- oder IT-Angebote, ein Eingangsbereich mit einer „Lounge“ oder einem „Marktplatz“
  • regelmäßige Veranstaltungen für Hausbewohner/innen und Bürger/innen aus dem Quartier: z.B. Sportangebote, die ein lokaler Sportverein anbietet; Gottesdienstangebote seitens der örtlichen Kirchengemeinden; Stadtteilfrühstück; IT-Handy-Schulung usw.
  • Veranstaltungs-Highlights wie bspw. eine Theateraufführung, ein Musical, entweder von externen Anbietern oder als Koproduktion von Heim und Quartierseinrichtungen
  • Öffentlichkeitsarbeit: die Bürgerinnen und Bürger im Quartier müssen über die Aktivitäten des Heims informiert sein. Schwellenängste müssen abgebaut werden („Darf man als Externer ohne pflegebedürftige Angehörige überhaupt in das Heim hinein“ – das fragen sich in der Praxis nicht wenige Bürger)
  • Offenheit auf Seiten des Pflegeheims, aber auch auf Seiten der  Bürger/innen: beide Seiten müssen neugierig aufeinander sein
  • einen Treiber bzw. Katalysator, der die Öffnung vorantreibt, sehr kommunikativ und umgänglich ist
  • Viele Ehrenamtliche – ohne die geht es nicht
  • Geld – denn eine Öffnung ins Quartier kostet etwas. Räume, Begegnungen, Schulungen, kulturelle Highlights, Öffentlichkeitsarbeit, – all das will finanziert sein. Herr Schlegel von der Samariterstiftung zählte einige mögliche Finanzierungsquellen für die Quartiersarbeit auf: u.a. Eigenmittel des Trägers, Fördermittel aus Landes- und Bundesprogrammen, Entgelte für die Quartiersarbeit (setzt sich als Modell nicht wirklich durch), Gründung einer Stiftung (so hat es die Samariterstiftung gemacht indem sie die Stiftung Zeit für Menschen samt Tochterstiftungen gründete), Sozialhilfe, Baugenossenschaften als mögliche Partner (siehe die Aktivitäten von hiesigen Baugenossenschaften im Rahmen des Vereins Integrative Wohnformen), die Kommune.
    Es zeichnet sich ab, dass die Kommune und damit auch die örtliche Politik ganz zentrale Akteure sind, wenn es um eine Öffnung der Heime nach außen geht. Quartiersarbeit und deren Finanzierung müssen von Heimträgern, aber auch von der Bürgerschaft, auf die örtlichen Agenda des Gemeinderats und der Lokalverwaltung gesetzt werden.

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