Digitale Seminare: “Selbstbestimmt leben – trotz Demenz”

Der Verein Integrative Wohnformen lädt zu zwei digitalen Seminaren ein:

“Für Menschen mit Demenz wird bei fortschreitender Krankheit das Wohnen in der eigenen Häuslichkeit immer schwieriger. Es wird zur Herausforderung, nicht nur für den erkrankten Menschen und dessen Angehörige, sondern für das gesamte Umfeld, wie Nachbarn, Vermieter, Freunde. Demenzielle Veränderungen gehören zu den häufigsten und folgereichsten Krankheitssymptome im Alter. Doch was ist Demenz eigentlich genau? Welche Anpassungen der Wohnung sind notwendig, um diesen Menschen ein bedarfsgerechtes Umfeld zur Verfügung zu stellen?

Diese und weitere Fragen wollen wir Ihnen in zwei digitalen Seminaren gemeinsam mit dem Demenz-Support Stuttgart, Zentrum für Informationstransfer beantworten.

  • 26.01.2022, 10:00-12:00 Uhr: Selbstbestimmt im gewohnten Wohnumfeld wohnen und leben trotz Demenz
  • 02.02.2022, 10:00-12:00 Uhr: Wohnraum- & Wohnumfeldanpassung und technische Hilfen für Betroffene

Weitere Informationen und Anmeldung erhalten Sie unter: info@integrative-wohnformen.de, Telefon: 0711 914 430 75.” Kosten pro Seminar: 60 Euro.

Freiwillige Unterstützung für Pflegeheime gesucht

Liebe Stadtteilvernetzerinnen und -vernetzer, hier eine aktuelle Anfrage aus dem Gesundheitsamt. Vielleicht kann sich jemand vorstellen, eine Pflegeinrichtung in der Nähe zu unterstützen?

„Leider haben wir in den Alten- und Pflegeheimen wieder einen erhöhten Bedarf zur Durchführung von Testungen und Zugangskontrollen (3-G plus),  der sich aufgrund der aktuellen Änderung des Infektionsschutzgesetzes §28 b nochmal deutlich verstärkt hat.  Kurzfristig wird in Pflegeheimen deshalb wieder Unterstützung benötigt.“

Wer unterstützen möchte, kann sich direkt an die Pflegeeinrichtung in der Nähe wenden – oder an Simone.Schmidt-Goretzky@stuttgart.de.

Älter werden in der digitalen Welt

Tagung der Ev. Akademie Bad Boll am 21.10.21: “Was müssen wir heute leisten, damit die Digitalisierung älteren Menschen in Zukunft ein gutes und unterstützendes Umfeld ermöglicht? Digitale Teilhabe wird immer wichtiger. Vom Videoanruf bei der Familie über Smart-Home-Systeme bis hin zu digitalen Arzt- oder Amtsbesuchen gibt es viele Anlässe. Aber wo bestehen noch Hürden und Herausforderungen? Und wie können Ältere im Umgang mit Hard- und Software wirksam unterstützt werden?”

Diese Fragen werden gemeinsam mit Expert_innen diskutiert. Hier geht es zum Programm: https://www.ev-akademie-boll.de/tagung/450921.html

 

Digitale Inklusion im Quartier

Die Stadtteilvernetzer Stuttgart hatten am 16. März 2021 ein Online-Treffen zum Thema “Digitale Einbindung von Senioren und von Menschen mit Behinderung im Stadtteil – Erfahrungen aus der Pandemie”.

Viele alte Menschen waren und sind während des Lockdowns nur schwer oder gar nicht erreichbar, weil sie keinen Internetzugang haben oder zu wenig Kenntnisse im Umgang mit den neuen Medien. Menschen in Heimen sind häufig ganz ohne digitale Anbindung. Wir haben gemeinsam besprochen: Wie können wir älteren Menschen und Heimbewohner*innen in unseren Stadtbezirken mehr digitale Teilhabe ermöglichen? Welche Unterstützung benötigen Initiativen, die sich in diesem Bereich engagieren? Welche Pläne verfolgt die Stadt Stuttgart bezüglich digitaler Inklusion?

Fast 50 Teilnehmer*innen aus den Quartieren und Expert*innen diskutierten mit uns gemeinsam. Aufgrund der großen Resonanz wollen wir am Thema dran bleiben und planen in Kooperation mit der Stadt einen “Runden Tisch digitale Inklusion”.

Methodenkoffer: digitale Zugänge für Ältere schaffen

Das “Forum Seniorenarbeit Nordrhein-Westfalen” hat einen digitalen Methodenkoffer entwickelt. Er bietet Unterstützung, wenn es darum geht, Älteren Wege ins Internet zu bahnen. Der Methodenkoffer umfasst Formate wie

  • digitaler Handarbeitstreff
  • technikunterstütze Spaziergruppe
  • Fotografieren mit dem Smartphone
  • Begriffe-Bingo
  • usw.

Hier geht’s zum Methodenkoffer

Altersarmut in Baden-Württemberg

Das landesweite Bündnis gegen Altersarmut – mit 40 Bündnispartner*innen aus Sozialverbänden, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen in Baden-Württemberg – setzt sich seit mehr als drei Jahren für eine Altersversorgung ein, die zu einem Leben in Würde reicht und vor allem vor Armut im Alter schützt. Altersarmut führt oft zu mangelnder Teilhabe im Quartier.

Vor der Landtagswahl gibt es eine Online-Diskussionsrunde zum Thema “Altersarmut in Baden-Württemberg”, und zwar am 02.02.21, ab 17.30 Uhr. Den Live-Stream kann man hier verfolgen und nachschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=scUxhwklGgI&feature=youtu.be

Plaudertelefon – Freiwillige telefonieren mit Senioren in Stuttgart

Die Bürgerstiftung Stuttgart hat in dieser dunklen und kontaktbeschränkten Zeit ein neues Angebot geschaffen, um die Einsamkeit von Älteren zu mindern: das PLAUDERTELEFON.

Unter dem Motto “Stuttgart nimmt sich Zeit” sind alle, die gerne ab und zu ein „Schwätzle“ halten und diejenigen, die sich etwas Zeit als Telefonfreund*in nehmen möchten, eingeladen sich beim PLAUDERTELEFON zu melden: 0711 20 300 999.

Digitale Teilhabe älterer Menschen – Fortbildung

Einen digitalen Strategieworkshop für zivilgesellschaftliche Initiativen veranstaltet vom Dienstag, den 17.11.2020 bis Donnerstag, den 19.11.2020 die Universität Ulm. Im Mittelpunkt der Online-Qualifizierung steht die „Digitale Teilhabe älterer Menschen“ und mögliche Strategien und Aktivitäten von zivilgesellschaftlichen Initiativen zur Stärkung dieser Beteiligungsform für Ältere.

Teilhabe wird unter dem Aspekt der Digitalisierung beleuchtet: Wie verschiebt sich Teilhabe durch Digitalisierung? Wie kann Digitalisierung zur Teilhabe beitragen? Wie erleben die Menschen selbst Teilhabe? Vor diesem Hintergrund werden die Erkenntnisse, zentralen Aussagen und Empfehlungen des jüngst erschienenen Achten Altersbericht zum Thema Ältere Menschen und Digitalisierung vorgestellt und diskutiert. Vorgestellt werden auch aktuelle Projekte in Baden-Württemberg und darüber hinaus, die zur digitalen Teilhabe älterer Menschen beitragen wollen.

Hier geht es zur Anmeldung
https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/zawiw/angebote/neue-medieninternet/anmeldung-online-qualifizierung/

Bürgerzeitvorsorge e.V. in Stuttgart-Neugereut

Im Stuttgarter Norden gibt es in Neugereut seit April den Verein Bürgerzeitvorsorge e.V. Unter dem Dach der Sozialgenossenschaft Genopart eG möchte der Verein Bürgerzeitvorsorge jedem Menschen die Möglichkeit einer ergänzenden, selbstorganisierten Altersvorsorge auf Gegenseitigkeit bieten. Kern der Altersvorsorge ist das Zeitkonto, auf das man in den aktiven Jahren durch nachbarschaftliche Hilfe für andere Zeitkapital ansparen kann. Wenn man dann selbst hilfsbedürftig wird, kann man dieses Zeitguthaben wieder abrufen bzw. es sind dann andere da, die einem selbst helfen. Dieses Modell einer Seniorengenossenschaft, die auf  Solidarität und Nachbarschaft beruht, hat sich an vielen Orten schon bewährt und ist eine sehr gute Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels.

Das Angebot der Bürgerzeitvorsorge richtet sich in erster Linie an noch aktive Senioren, aber auch andere Altersgruppen sind herzlich willkommen. Zudem will der Verein ein aktives Vereinsleben auf die Beine stellen und den Bürgerinnen und Bürgern in Neugereut Möglichkeiten zum Mitmachen bieten. Eine Bewegungs- und Sportgruppe für ältere Menschen und erste Hilfe für Senioren im Umgang mit dem Handy machen den Anfang (bitte auf die Bilder klicken):

Öffnung von Pflegeheimen ins Quartier – was ist wichtig?

Beim ersten Treffen der Stadtteilvernetzer in 2018 waren wir im Anna Haag Mehrgenerationenhaus in Bad Cannstatt zu Gast.  Wir diskutierten über die Öffnung von Pflegeheimen ins Quartier. Kurzreferate kamen hierzu von Frau Hoffmann vom Anna Haag Mehrgenerationenhaus und von Frau Dinkelacker-Strika und Frau Krauß vom DRK Seniorenzentrum “Haus im Sommerrain”. Beide Häuser betreiben eine aktive Quartiersarbeit.

Die folgenden Punkte kristallisierten sich in der Diskussion als wichtige Voraussetzungen heraus, damit eine Öffnung in den Stadtteil gelingt. Sie können Pflegeheimen und lokalen Netzwerken als Anregung dienen:

  • Es braucht Räume, die Begegnungen ermöglichen wie bspw.  ein nachmittägliches Haus-Café, einen Raum für Sport, Bastel- oder IT-Angebote, ein Eingangsbereich mit einer “Lounge” oder einem “Marktplatz”
  • regelmäßige Veranstaltungen für Hausbewohner/innen und Bürger/innen aus dem Quartier: z.B. Sportangebote, die ein lokaler Sportverein anbietet; Gottesdienstangebote seitens der örtlichen Kirchengemeinden; Stadtteilfrühstück; IT-Handy-Schulung usw.
  • Veranstaltungs-Highlights wie bspw. eine Theateraufführung, ein Musical, entweder von externen Anbietern oder als Koproduktion von Heim und Quartierseinrichtungen
  • Öffentlichkeitsarbeit: die Bürgerinnen und Bürger im Quartier müssen über die Aktivitäten des Heims informiert sein. Schwellenängste müssen abgebaut werden (“Darf man als Externer ohne pflegebedürftige Angehörige überhaupt in das Heim hinein” – das fragen sich in der Praxis nicht wenige Bürger)
  • Offenheit auf Seiten des Pflegeheims, aber auch auf Seiten der  Bürger/innen: beide Seiten müssen neugierig aufeinander sein
  • einen Treiber bzw. Katalysator, der die Öffnung vorantreibt, sehr kommunikativ und umgänglich ist
  • Viele Ehrenamtliche – ohne die geht es nicht
  • Geld – denn eine Öffnung ins Quartier kostet etwas. Räume, Begegnungen, Schulungen, kulturelle Highlights, Öffentlichkeitsarbeit, – all das will finanziert sein. Herr Schlegel von der Samariterstiftung zählte einige mögliche Finanzierungsquellen für die Quartiersarbeit auf: u.a. Eigenmittel des Trägers, Fördermittel aus Landes- und Bundesprogrammen, Entgelte für die Quartiersarbeit (setzt sich als Modell nicht wirklich durch), Gründung einer Stiftung (so hat es die Samariterstiftung gemacht indem sie die Stiftung Zeit für Menschen samt Tochterstiftungen gründete), Sozialhilfe, Baugenossenschaften als mögliche Partner (siehe die Aktivitäten von hiesigen Baugenossenschaften im Rahmen des Vereins Integrative Wohnformen), die Kommune.
    Es zeichnet sich ab, dass die Kommune und damit auch die örtliche Politik ganz zentrale Akteure sind, wenn es um eine Öffnung der Heime nach außen geht. Quartiersarbeit und deren Finanzierung müssen von Heimträgern, aber auch von der Bürgerschaft, auf die örtlichen Agenda des Gemeinderats und der Lokalverwaltung gesetzt werden.

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