Kunst im Quartier (II) – Ansatzpunkte für Aktive

Bei unserer Diskussion über “Kunst im Quartier und in der Quartiersvernetzung” mit dem Verein Kultur am Kelterberg Vaihingen e.V. , FUKS und Zuhause leben e.V. wurden einige Ideen gesammelt, wie man die Situation für Künstler im Quartier verbessern könnte:

  • Suche nach Sponsoren und leerstehenden Räumen im Quartier, – Herr Marquardt sieht in den quartiersbezogenen Verbindungen zwischen Künstlern und Sponsoren bzw. Förderern die größten Chancen für die Kunst. Denn diese Beziehungen sind oft sehr dauerhaft und verlässlich
  • Auch der gemeinnützige Sektor ist als potenzieller Raumgeber und Projektförderer gefragt. Es gibt stationäre Sozialeinrichtungen, die für Künstler/innen möglicherweise auf Zeit einen Raum vergeben können, wo gearbeitet werden kann, auch in Kooperation mit den Einrichtungsnutzern. Könnte man über die Stadtteilrunden eine Liste von Einrichtungen erstellen, die zu einer solchen Kooperation bereit sind?
  • In diesem Zusammenhang kam die Idee eines “Artist in Residence” auf, – das wäre für viele öffentliche, gemeinnützige und private Einrichtungen sicher eine tolle Sache
  • Auch Privatleute sind als potenzielle Raumgeber gefragt: wer hat noch eine leere Garage oder ähnliches, die man als Kunstraum zur Verfügung stellen könnte?
  • Frau Graf von FUKS brachte die Bildung einer Plattform ins Spiel, um Sponsoren und Künstler besser zusammenzubringen.

Hier nochmal der Link zum Presseartikel.

 

Kunst im Quartier (I) – Hürden und gute Beispiele

Beim Treffen der Stadtteilvernetzer am 21. Juni 2016 in der Alten Kelter in Stuttgart-Vaihingen kamen über zwanzig Interessierte zusammen, um über “Kunst im Quartier und in der Quartiersvernetzung” zu diskutieren.

Der erste Input kam von Harald Marquardt, dem Vorsitzenden des Vereins Kultur am Kelterberg Vaihingen e.V.. Sein Verein hat den Auftrag, sich mit dem Stadtbezirk zu vernetzen, explizit in der Satzung stehen, so dass es von vornherein eine starke Ausrichtung des Vereins auf das soziale Umfeld gibt, im Unterschied zu vielen anderen Kunsträumen und -initiativen in unserer Stadt.

Laut Herrn Marquardt sind folgende Aspekte wichtig, um erfolgreich im und mit dem Quartier Kunst zu machen:

  • Präsenz und Aktivitäten im Stadtteil (u.a. Teilnahme an Stadtteilfesten, Arbeit mit Schulen, Kunstaktivitäten im und für den öffentlichen Raum)
  • Kontakte zur lokalen Politik (Bezirksbeirat) und zur Stadtverwaltung
  • Suche von und Kontaktpflege mit Sponsoren. Hierbei ist es wichtig, auch Eigenmittel in geplante Projekte einzubringen. Die Erfahrung zeigt:  ist ein Teil des Geldes für ein Projekt schon vorhanden, wird dies vom Sponsor honoriert und die Summe entsprechend komplettiert. Eigenmittel erwirtschaftet der Vaihinger Verein u.a. durch eine jährliche Tombola mit Kunstwerken als Hauptgewinne, die von  Vereinskünstlern erstellt wurden, aber auch attraktiven und handsignierten “Nietenblätter”, die zwischenzeitlich als Sammlerstück begehrt sind
  • gute und verlässliche Arbeit der Vereinsmitglieder und Künstler des Vereins. Das soziale Umfeld muss sich darauf verlassen können, dass die Arbeiten und Beiträge des Vereins auch inhaltlich auf gutem Niveau sind
  • Eigenarbeit: der Verein kann und sollte da Hand anlegen, wo er gebraucht wird.

Defizite und Verbesserungsmöglichkeiten sieht Harald Marquardt noch bei folgenden Punkten, wenn es um Kunst im Quartier geht:

  • Künstler sollten stärker in die Stadtplanung einbezogen werden, – und zwar von Beginn an, nicht erst, wenn Entscheidungen schon gefällt sind. Gerade in den Vororten fehlt es an klaren Sichtachsen, was ihre städtebauliche Qualität und damit auch Lebensqualität reduziert
  • Etats für “Kunst am Bau” gibt es zum Teil nicht mehr, – eine Tradition, die wiederbelebt werden sollte
  • Vor Ort in den Stadtbezirken muss über die Rolle von Kunst, und gerade auch von zeitgenössischer Kunst, stärker diskutiert werden. Wenn alles abgerissen wird, was in neuerer Zeit gebaut und gestaltet wurde, – was bleibt dann von der zeitgenössischen Kunst übrig?
  • Es braucht noch mehr Treffpunkte für Kunst
  • Die Suche nach Sponsoren muss immer weitergehen

Aus einer anderen Situation heraus als der Vaihinger Verein am Kelterberg agiert das Netzwerk FUKS- die Freien Unabhängigen Künstler Stuttgart – eine offene Denk-, Austausch- und Handlungsrunde für zeitgenössische Aktionen/Bildende Kunst in Stuttgart. Hier haben sich freie Künstler ohne feste Anbindung an einen bestimmten Kunstraum, Bezirk und Sponsor zusammengeschlossen, aber mit der Bereitschaft und dem Ziel, stärker in den Stadtteilen und Vororten Stuttgarts aktiv zu werden. Und Menschen zur Kunst zu bringen, die normalerweise nichts mit Kunst “am Hut haben”. Sehr erfolgreich wird dies im Rahmen der Kunst-Aktion “One Night Stand” umgesetzt, die in wechselnden Bezirken stattfindet.

Frau Graf von FUKS sieht folgende Defizite, wenn es um Kunst in Stuttgart und Kunst im Quartier geht:

  • Es fehlen Räume, Räume,Räume, um Kunst zu machen, – vor allem bezahlbare Räume. Die Stadt Stuttgart hat eine neue Webseite erstellt, die Räume für eine kreative Zwischennutzung auflistet. Zusätzlich bräuchte man sicher noch ein Angebot an günstigeren/unentgeltlichen Räumen
  • Es fehlt an der Bereitschaft, Künstlern für ihre Arbeit auch ein Honorar zu zahlen
  • Kunst braucht – auch im Stadtteil – mehr Akzeptanz
  • Kunst muss sichtbarer werden
  • Es bräuchte eine (lokale?) Plattform, wo Künstler mit Sponsoren zusammenfinden
  • “Künstler in Residence” in Quartierseinrichtungen wie Behörden, Schulen, Sozialeinrichtungen usw. könnten die Sichtbarkeit und den Umgang mit Kunst im Quartier verbessern

Frau Mahmens und Frau Wirth vom Verein Zuhause Leben e.V. stellten ihre inklusive Mal-Workshop-Reihe “Wir machen Heslach bunter”, jetzt: “Wir machen Stuttgart bunter” vor. Im Heslacher Generationenhaus treffen sich Menschen mit und ohne Behinderung, Junge und Alte, Menschen aus der gesellschaftlichen Mitte und vom Rand, um gemeinsam künstlerisch zu arbeiten, und zwar unter professioneller Anleitung. Die Kurse sind unentgeltlich, so dass niemand mit schmalem Geldbeutel  ausgeschlossen wird.

Durch die gemeinsame Arbeit ist die Kunst-Gruppe zusammengewachsen und die Teilnehmer/innen machen die beglückende Erfahrung, selbst etwas zu erschaffen und über eigene Grenzen hinauszuwachsen. Die Mal-Workshop-Reihe ist durch Bilder und Videos gut dokumentiert, – bitte schauen Sie in die Dokumentation auf der Webseite von Zuhause leben e.V. hinein. Im Rahmen einer Vernissage im Generationenhaus Heslach, die sehr gut besucht wurde, erhielten die Kunstwerke der Gruppe eine gebührende Öffentlichkeit. Da die Kunstausstellung noch durch den Bezirk “wandern” soll, d.h. auch in anderen Einrichtungen gezeigt wird, wandert auch das Thema “Inklusion” mit und kann so das Bewusstsein im Stadtteil verändern.

Einen Bericht über unser Stadtteilvernetzer-Treffen finden Sie auch in der Filder-Zeitung vom 23. Juni 2016 und online.

Kunst im Quartier und in der Quartiersvernetzung

Zum nächsten Treffen der Stadtteilvernetzer Stuttgart am Dienstag, 21. Juni 2016, ab 17.30 Uhr in der Alten Kelter in Vaihingen, Kelterberg 5 (Raum ist barrierefrei) laden wir herzlich ein. Wir sind zu Gast beim Verein “Kultur Am Kelterberg Vaihingen e. V.”. Unser Thema des Abends:

“Kunst im Quartier und in der Quartiersvernetzung”

Kunst spielt eine äußerst wichtige, aber häufig unterschätzte Rolle in der Quartiersvernetzung. Kunst inspiriert uns, bringt unterschiedliche Menschen zusammen und zeigt uns neue Denk- und Handlungswege auf. Wenn Kunst so wichtig ist, wie können wir dann in den Bezirken und Stadtteilen mehr Räume und Anlässe für Kunst nutzen? Welche Rolle kann Kunst in der Quartiersvernetzung spielen? Wie kann Kunst uns beim Quer- und Neudenken helfen?

Wir wollen diese Fragen zusammen diskutieren mit:

  • dem Verein Kultur am Kelterberg, – der Verein ist in Vaihingen bürgerschaftlich sehr aktiv und gut mit dem räumlichen Umfeld vernetzt http://www.kultur-am-kelterberg.de
  • FUKS (Freie Unabhängige Künstler Stuttgart), – die Plattform ging aus der AG 4 vom Stuttgarter “Kultur im Dialog” hervor, http://fuksweb.blogspot.de
  • der Projektkoordinatorin von “What’SUB Stuttgart: Kreative Stadt gestalten – Subkultur erhalten” – das Projekt setzt sich mit der Frage auseinander, wo Subkultur in einer Stadt wie Stuttgart Raum findet und welche Wirkung Subkultur auch auf Quartiere hat http://whatsub-stuttgart.de/projekt/
  • Vertreterinnen des inklusiven Kunstworkshops “Wir machen Heslach bunter” des Vereins Zuhause leben e.V. http://www.zuhause-leben-ev.org/inklusions-kunst-projekt-wir-machen-stuttgart-bunter/
  • Herrn Dr. Günes von der Abteilung Integration der Stadt Stuttgart. Herr Günes wird die Ressourcen und Bedarfe von Künstlern mit Migrationshintergrund thematisieren

Interessierte sind herzlich willkommen!

Einladung zum 3. Stuttgarter Bürgerfrühstück

Die Bürgerstiftung Stuttgart veranstaltet zum dritten Mal ein Open-Air-Frühstück für einen guten Zweck.

Am Samstag 4. Juni 2016 ab 10 Uhr  sind Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Vereine eingeladen, gemeinsam auf dem Kleinen Schloßplatz zu frühstücken. Jede/Jeder kann ihr/sein Frühstück selbst mitbringen (sehr gerne!) oder sich vor Ort mit dem versorgen, was diverse Kaffee-, Saft- und Sektanbieter sowie die Bäckerinnung vorhalten. Alle Spenden (für Reservierung) und Einnahmen fließen in den Stuttgarter Kindertaler, durch den Kinderprojekte in Stuttgart unterstützt werden.

Das Bürgerfrühstück, an dem auch viele Stadtteilvernetzer teilnehmen werden, ist eine gute Möglichkeit, mit anderen Aktiven und Gruppen ins Gespräch zu kommen. Wenn Sie teilnehmen möchten, wird um eine Reservierung gebeten, die Sie telefonisch oder online auf der folgenden Webseite durchführen können: http://www.buergerstiftung-stuttgart.de/fruehstueck

4. Stuttgarter Wohnprojektetag

Am 25. Juni 2016 veranstalten das Sozialamt der Stadt Stuttgart, das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, die Volkshochschule Stuttgart, die GLS Bank und die Stuttgarter Plattform für selbstorganisiertes gemeinschaftliches Wohnen den 4. Stuttgarter Wohnprojektetag 2016.

Geplant ist unter anderem von 10 Uhr bis 15 Uhr ein Markt der Möglichkeiten im ersten Stock des TREFFPUNKT Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart. Hier können sich gemeinschaftliche Wohnprojekte aus Stuttgart mit einem Stand vorstellen. Wer mit einem Stand dabei sein möchte, kann sich mit Frau Friedmann von der Stadt Stuttgart/Abteilung Sozialplanung in Verbindung setzen.

Social Entrepreneurship – zweites Treffen in Stuttgart

In Stuttgart formiert sich gerade eine Social Entrepreneurship-Szene. Hier treffen sich Menschen, die als Sozialunternehmer aktiv sind, eine Gründung anstreben oder sich einfach über gute sozialunternehmerische Konzepte  (“was funktioniert? was nicht?”) austauschen wollen. Da es Schnittstellen gibt zwischen dem Themenfeld “Bürgerengagement” und “Social Entrepreneurship” – aus einem freiwilligen Engagement kann ein gemeinnütziges Unternehmen werden – ist das Treffen der Social Entrepreneurship-Szene in Stuttgart sicher auch für einige Stadtteilvernetzer interessant. Das Treffen der Social Entrepreneure findet am Mittwoch, 27. April 2016 um 19 Uhr statt, – die Details finden Sie hier.

Tagung in Berlin: “Integration heißt Teilhabe”

Die Stiftung Mitarbeit lädt zu einer Tagung nach Berlin, wo der Zusammenhang von Integration und Partizipation in der Flüchtlingsarbeit behandelt werden soll: “Die Tagung stellt das bürgerschaftliche Engagement in der Flüchtlingsarbeit und die Beteiligung von Geflüchteten in den Mittelpunkt. Sie richtet sich an Vertreter/innen aus selbstorganisierten Initiativen und Projekten wie auch aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kommunen. Die Teilnehmenden erarbeiten in hematischen Workshops Handlungsempfehlungen. Diese sollen durch die Diskussion im Rahmen der Tagung und ihre Dokumentation öffentlich sichtbar gemacht und in der (Bundes-)Politik wahrgenommen werden.”

Die Tagung findet am 21./22.6.2016 statt. Zum detaillierten Programm geht’s hier.

“Salz & Suppe” – Stuttgart im Dialog

Mit dem Projekt Salz & Suppe startet die Stadt Stuttgart eine innovative Form der Bürgerbeteiligung: An Stuttgarter (Ess-)Tischen werden stadtweit Dialoge über soziale, kulturelle und räumliche Grenzen hinweg initiiert.

Das Leben in Stuttgart wird vielseitiger. Die Bewohnerschaft in Stuttgart und vor allem in den einzelnen Quartieren verändert ihr Gesicht im Zuge von demografischem Wandel und dem Zuzug von Menschen zunehmend. Die Bandbreite an verschiedenen Interessen sowie die vielen unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründe bringen neue Anforderungen an das Zusammenleben mit sich. Wie kann im Kontext dieser Veränderungen ein nachbarschaftliches Miteinander entstehen?
Unserer Meinung nach durch ein Projekt wie Salz & Suppe, das die Vielfalt an Sichtweisen und Erfahrungen zum Thema und damit zur Diskussion macht.

Das Ziel von Salz & Suppe ist es, diesen Prozess zu fördern und die unterschiedlichsten Stuttgarter/innen an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. Dabei steht die erfolgreiche Vernetzung ganz unterschiedlicher Stadtbewohner/innen Stuttgarts und die Förderung eines gesellschafts- und stadtteilübergreifenden Dialogs im Vordergrund.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, findet hier alles kurz erklärt:
https://www.salz-suppe.de/kurz-erklaert
sowie hier in aller Ausführlichkeit:
https://www.salz-suppe.de.
Und zur Anmeldung – übrigens noch bis zum 31. März 2016 – geht’s hier:
https://www.salz-suppe.de/anmelden.

Fördermittel und Workshops für Stadtteilvernetzer

Starthilfe der Stiftung Mitarbeit für bürgerschaftliche Initiativen
Mit bis zu 500 Euro fördert die Stiftung Mitarbeit unbürokratisch kleine bürgerschaftliche Initiativen auf kommunaler Ebene die sich neu gründen, um zusammen ein gemeinwesenorientiertes Projekt umzusetzen.
http://www.mitarbeit.de/foerderung.html

“Lebendige Nachbarschaft gestalten” – ein internetgestützter Workshop in Bielefeld vom 21.4.-7.7.2016
Dieser Workshop bietet die Gelegenheit, sich mit dem Thema Nachbarschaft zu befassen und gemeinsam mit einem Partner das Konzept für ein eigenes Nachbarschaftsnetzwerk zu entwickeln. Der Workshop ist in der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit angesiedelt. Er richtet sich hauptsächlich an Interessenten aus NRW, Teilnehmer/innen aus anderen Bundesländern müssen im Vorfeld Rücksprache mit der Workshopleiterin halten http://nachbarschaft-heute.de/workshops/

“Zur Rolle von Genossenschaften in der Quartiersentwicklung”
Am 20.4.2016  findet die gleichnamige Veranstaltung in Moers statt.  Sozial- und Stadtteilgenossenschaften geraten zunehmend in den Fokus von Quartiersvernetzern. Stadtteilgenossenschaften können einen Beitrag im Rahmen von Quartiersentwicklungsprozessen leisten, und zwar sowohl im Hinblick auf die lokale Ökonomie als auch zur Ergänzung der kommunalen Organisation der Daseinsfürsorge.http://www.ev-laboratorium.de/index.php?article_id=4&pid=151&goto=4

“Hilfe, die genau passt – Case-Management im Quartier”
Die Samariter-Stiftung bietet am 22.-23.6.2016 ein gleichnamiges Seminar in Nürtingen, das sich an Quartierskoordinator/inn/en, Hausleitungen, soziale Dienste richtet. Das Konzept des quartiersbezogenen Case Managements plus die Arbeit in Netzwerken soll hier vorgestellt und vermittelt werden, Nähere Infos gibt es bei Frau Sendker
http://www.samariterstiftung.de/mitarbeit/fort-und-weiterbildung/

Kooperation mit Migrantenvereinen im Quartier

Beim Stadtteilvernetzer-Treffen am 18.02.2016 im Alten Feuerwehrhaus Süd ging es thematisch um die Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund ins Quartier. Die Vereine, die von Migranten gebildet werden, spielen für die Integration eine sehr wichtige Rolle, weil sie Mittler sein können zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und den alteingesessenen Vereinen und Bürgern. Welche Migrantenvereine gibt es eigentlich in Stuttgart und was machen sie inhaltlich?

Frau Alterio vom Stuttgarter Forum der Kulturen und Herr Radoicic vom serbischen Akademikernetzwerk “Nikola Tesla” klärten uns auf. Im Forum der Kulturen sind 150 Migrantenvereine organisiert, insgesamt gibt es 350 solcher Vereine in der Stuttgarter Datenbank des Forums. Die Vereine sind sehr unterschiedlich: es gibt Vereine mit langer Tradition und Neugründungen; die Inhalte der Vereine reichen von Volkstanz, über Musik, Literatur, Sprache bis zu Hausaufgabenhilfe, Seniorennachmittagen und Sport. Die Vereine sind stadtweit organisiert (oder sogar über die Stadt hinaus), d.h. das Quartier steht räumlich nicht im Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten.

Das Forum der Kulturen berät und fördert seit 18 Jahren Migrantenvereine und versucht Kooperationen zu schmieden zwischen “migrantischen” und “einheimischen” Vereinen. Die zentrale Plattform sind dafür die Projekttage, die alljährlich vom Forum organisiert werden. Weiterlesen