„Spann Dein Netz“ – Nachbarschaftskette auf dem Fasanenhof

In Stuttgart-Möhringen läuft seit Ende Januar 2019 die Mitmach-Kunstaktion „Kunst.Gemeinsam.Machen“ des Netzwerks Generationenhaus-Möhringen. Das Aktions-Motto lautet in diesem Jahr: „Spann dein Netz“. Alle Einrichtungen im Bezirk sind zum Mitmachen eingeladen, um mit Hilfe von Kunst Menschen über Alters-, Kultur- und Sozialgrenzen hinweg zusammenzubringen.

Im Rahmen der Kunstaktion veranstalten nun am Samstag, 29.06. 2019 die Fasanenhofer Quartiersarbeit von Pasodi gemeinsam mit dem Facebook Portal „Meine Heimat Fasanenhof“ und engagierten Nachbarn aus dem Stadtteil eine „Nachbarschaftskette“: „Symbolisch wollen wir unser Nachbarschafts – Netz in Form einer Menschenkette darstellen. Dazu sind alle eingeladen mitzumachen. Das Projekt wird fotografisch dokumentiert. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Brunnen „Triton“ am Europaplatz, von dort startend wollen wir unsere Nachbarschaftstkette bis zum WohnCafé Europaplatz spannen. Im Anschluss gibt es vor dem WohnCafé noch etwas zu trinken und Wurst vom Grill und kleine gemeinsame Spiele“.

Hochkultur gegen Subkultur?

Mit einem offenen Brief hat sich der Verein Stadtacker Wagenhallen e.V., der am Stuttgarter Nordbahnhof, direkt neben den Wagenhallen bzw. der „Container City – Kulturschutzgebiet Wagenhalle“ einen gemeinnützigen und interkulturellen Gemeinschaftsgarten betreibt, an die Öffentlichkeit gewandt.

Durch den Vorschlag der Stadtverwaltung, zu prüfen, ob eine Interimsoper gegenüber den Wagenhallen errichtet werden könnte, wären der Standort der Container-City und des Stadtackers bedroht. Beide Projekte haben schon überregionale Auszeichnungen gewonnen, im Bereich Städtebau und biologische Vielfalt. Muss hier Subkultur, die auf Bürgerengagement beruht, für die Hochkultur weichen?

Nach der Kontaktaufnahme des Vereins mit der Politik und der Stadt gibt es erste Hoffnungsschimmer. Der Stadtacker schreibt: „Wir fühlen die Wertschätzung und wünschen uns, dass der Grundstein gelegt ist, gemeinsam mit Politik und dem Kunstverein Wagenhalle e.V. das pulsierende Kulturschutzgebiet, auch bei schwierigen Entscheidungen, für unsere Stadt als positives Beispiel der Kultur des Miteinanders gestalten zu können“.

„Stäffele-Gallery“ sucht neue Engagierte

Zinnmann, CC BY-SA 3.0

Bei der Stäffele-Gallery geht es darum, die Stuttgarter Stäffele neu zu beleben und zur Nachbarschaftsbildung zu nutzen. Gemeinsame Nachbarschafts-Cafés, Lesungen, Fitness-Events, Nachbarschafts-Essen usw. können auf den Stäffele stattfinden, die bis dato nur als Wege und nicht als Vernetzungsorte genutzt werden, obwohl sie einen ganz besonderen Flair haben und für Stuttgart typisch sind (es gibt wohl mehr als 400 Staffeln in Stuttgart, siehe mehr dazu im folgenden Wikipedia-Artikel).

Johannes Heynold hat im Rahmen des Reallabors gemeinsam mit anderen die Stäffele-Gallery erfunden und umgesetzt. Nun verlässt er Stuttgart und sucht Engagierte, welche die Stäffele-Gallery weiterführen. Alles Wissen, das man dazu braucht, hat er in dem Rezeptbuch „Stäffele à la carte“ gesammelt, das zum freien Download zur Verfügung steht:
https://staeffele.files.wordpress.com/2017/08/staeffelegallery-rezepte_digitalspreads.pdf

Mit Theater-Workshops Quartiere weiterentwickeln

Das Stuttgarter Dialog Theater e. V. bringt gesellschaftlich relevante Themen auf die Bühne und schafft Räume der Begegnung – im Stadtteil, in Pflegeheimen, in Generationenzentren und anderswo.

In theaterpädagogischen Workshops werden u. a. die Themen „Integration“ und „Demenz“ bearbeitet. Bürgerengagement und Initiativen sollen in den Quartieren angestoßen werden, unter dem Motto: „Lebens(t)räume gestalten“.  Wenn Sie an der Arbeit des Dialog Theaters interessiert sind, dann finden Sie hier die Kontakte:
http://dialogtheater.de

Bunte Stühle für eine bunte Gesellschaft – ein Projekt aus Untertürkheim

BUNT statt GRAU, die Mitmach-Aktion in Stuttgart-Untertürkheim von Bürgern für Bürger, hat eine tolle Stuhl-Aktion entwickelt: „Bunte Stühle für eine bunte Gesellschaft“.

Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil werden eingeladen, Platz zu nehmen auf Stühlen, die die Initiative von der Stadtkirche geschenkt bekommen und bunt gestaltet hat. Die Stühle können in der Fußgängerzone aufgestellt werden, vor den Geschäften, oder in anderen öffentlichen Räumen (Marktplatz, Park, Nachbarschaft). So können Bürger aus allen Bereichen, Kulturen, Straßen, Stadtteilen miteinander ins Gespräch kommen. „Ein Stuhl im öffentlichen Raum ist mehr als nur eine Sitzgelegenheit“, schreibt Frau Blumenstock von der Initiative. Menschen nutzen Stühle, um sich auszuruhen, zu lesen, nachzudenken und mit anderen zu plaudern.
Die Initiative besitzt 30 kreativ verschönerte Stühle und verleiht sie gerne an andere Bezirke, um ein solches interaktives Sozialkulturprojekt durchzuführen.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Blumenstock.

Die Kontaktdaten finden Sie hier: https://buntstattgrau.jimdo.com/impressum/