Fachtagung “Gesund älter werden in Untertürkheim”

Untertürkheimer Bürgerinnen und Bürger, Vereine  und Organisationen, die sich um die Belange Älterer kümmern, sind eingeladen zur Fachtagung “Gesund älter werden in Untertürkheim”, die am 3. Februar 2016 von 14.30 bis 19.00 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum St. Johannes stattfindet.

Das Gesundheitsamt Stuttgart präsentiert Daten einer Umfrage unter Untertürkheimer Bürgerinnen und Bürgern, die aufzeigen, welche Stadtteilangebote von den Älteren schon angenommen werden und wo noch Bedarfe existieren, die nicht gedeckt sind. Zu einem gesunden Leben im Alter gehören nicht nur Gesundheitsversorgung und Prävention, sondern auch die Bereiche Leben und Wohnen, soziale Kontakte und Begegnungsmöglichkeiten. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen sollen die Teilnehmer der Tagung ihre Erfahrungen und Vorschläge für den Stadtbezirk einbringen.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Online-Nachbarschaften aufbauen

Nachbarschaften, die im Quartier entstehen und durch konkrete Begegnungen gekennzeichnet sind, können ihre Aktivitäten auch durch eine Online-Vernetzung ergänzen, so dass unabhängig von der Tageszeit oder der persönlichen Präsenz ein Kontakt untereinander möglich ist.

Diverse Nachbarschafts-Plattformen im Netz bieten hierfür ihre Dienste an, zum Beispiel Wir Nachbarn, nicer2gether, Nextdoor, nebenan.de. Auch in Stuttgart sind gerade fünf junge BürgerInnen dabei, eine Nachbarschafts-Plattform im Internet zu gründen und zu programmieren: deine-strasse.de

Bürger im Quartier sollen über die Plattform die Möglichkeit erhalten, sich online kennenzulernen, zu vernetzen, zu tauschen und sich gegenseitig zu helfen. Kooperationspartner des Projekts sind u.a. das Gebrüder-Schmid-Zentrum und der Bezirk Stuttgart Süd. Noch ist die Plattform im Aufbau, – sobald sie fertig ist, will sie im Stuttgarter Süden starten. Danach soll sie auf ganz Stuttgart ausgedehnt werden. Die Stadtteilvernetzer sollten die Plattform im Auge behalten, – langfristig kann diese ein gutes Instrument für Vernetzungs-Initiativen in Stuttgarter Quartieren sein.

Hier ein Link zu einem Artikel in der Stuttgarter Zeitung über deine-strasse.de

Arbeitshilfen für Netzwerk-Knüpfer im Quartier und “Stadtmacher” generell

Wie knüpft man Netzwerke im Quartier? Im Internet gibt es für Netzwerk-Knüpfer schon einige Arbeitshilfen, auf die man zurückgreifen kann. Viele davon richten sich speziell an die ältere Generation, bieten aber auch Anregungen für die Netzwerkarbeit generell:

  • Sehr empfehlenswerte Praxistipps für den Aufbau einer Nachbarschaftsinitiative aus Rheinland-Pfalz: Download Praxistipps
  • Instrumente und Methoden für Quartiersvernetzer bietet der Modulbaukasten “altengerechte Quartiere” aus Nordrhein-Westfalen: 61 Module, von NachbarschaftsstifterInnen und Nachbarschaftszeitung bis Quartiersfest und Tauschring, finden sich im Modulbaukasten.
  • Projektveröffentlichungen des Forums Seniorenarbeit NRW. Die Broschüren stehen alle zum freien Download zur Verfügung.
  • EFI Bayern e.V. – Wissensaustauschportal für seniorTrainerinnen. Hier findet man Erfahrungsberichte über praktische Projekte auf lokaler Ebene wie: Café der Kulturen, Kleider-Tausch-Party, Nachbarschaftshilfe usw.
  • Die Plattform netzwerk-nachbarschaft.net sammelt gute Beispiele und Ideen für Nachbarschaftsinitiativen unter der Rubrik “Ratgeber“.

Für “Stadtmacher” und alle, die den öffentlichen Raum mitgestalten wollen (die meisten Tipps kommen von den Kollegen vom Stuttgarter Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur):

Daten über die Stuttgarter Stadtbezirke

Eine Fundgrube für  Quartiersvernetzer ist der neue Datenkompass 2014/2015 der Stadt Stuttgart über die Stadtbezirke.

Der Datenkompass ist online verfügbar und kann als Ganzes für alle Stadtbezirke oder gesondert für einen ganz bestimmten Stadtbezirk heruntergeladen werden. Sowohl der 316-seitige Gesamtbericht als auch die einzelnen Stadtbezirksprofile enthalten jeweils einen Vergleich der Stadtbezirke untereinander als auch mit den Daten der Gesamtstadt. Die meisten Zahlen stammen aus dem Jahr 2014.

Informationen findet man u.a. zu den Themen:  Einwohnerzahl, Altersstruktur, Geburten- und Sterbefälle, Wanderung und Wohndauer, Zahl der Beschäftigten und Arbeitslosen, Nettoeinkünfte, Verkehr, Wahlen, Bezirksbeiräte.

Auf der Seite 315 des Gesamtberichts findet man zudem eine Karte mit der aktuellen Gliederung der Stadt in Stadtbezirke und Stadtteile, – sehr praktisch als Überblick für Stadtteilvernetzer.

Integration von Flüchtlingen im Quartier

In Stuttgart gibt es derzeit 28 Flüchtlingsfreundeskreise, die Flüchtlinge ehrenamtlich betreuen und begleiten. Einige dieser Freundeskreise haben eine eigene Homepage ,wo man sich genauer über ihre Arbeit informieren kann. Aufgrund des sogenannten “Stuttgarter Wegs”, der auf die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen setzt, die derzeit in 92 Unterkünften in 21 Stadtbezirken leben, sind die Freundeskreise für Flüchtlinge mehrheitlich sehr quartiersbezogen strukturiert, d.h. die ehrenamtlichen Helfer/innen kommen aus dem Umfeld der Einrichtungen, oft sind auch örtliche Vereine und Kirchengemeinden in den Freundeskreisen aktiv bzw. mit diesen vernetzt.

Die Stadt hat nun eine Task Force “Integration von Flüchtlingen” eingerichtet, die von sechs Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten unterstützt wird: Arbeit und Ausbildung; Sprache und kulturelle Werte; Familien, Kinder, Jugendliche; Gesundheitliche Versorgung; Kommunikation. Eine weitere Arbeitsgruppe ist auf das Thema “Soziale Integration und Quartier” spezialisiert. In ihr sind u.a. die Bezirksvorsteher, der städtische Sozialdienst, die Träger der Unterkünfte, Flüchtlingsvertreter, Flüchtlingsfreundeskreise, der Ehrenamtsbeauftragte  und die Sozialplanung vertreten.

Auch für die Stadtteilvernetzer Stuttgart wird die Einbindung von Flüchtlingen ins Quartier ein wichtiges Thema sein, wo wir Wissen über eine gute Praxis sammeln und austauschen können. Unser geplanter “Werkzeugkoffer für Stadtteilvernetzer”, den wir Anfang nächstes Jahres ausarbeiten wollen,  wird sicherlich auch viele Tools für die Integration von Flüchtlingen enthalten.

Weiterentwicklung der Stadtteilvernetzer Stuttgart

Wir Stadtteilvernetzer wollen unseren Mehrwert für die Stuttgarter Netzwerk-Knüpfer in den Quartieren noch steigern. Die Steuerungsgruppe unserer Initiative hat das folgende Strategiekonzept für die Stadtteilvernetzer Stuttgart entwickelt:

Wir möchten Nachbarschaftsgruppen und Vernetzungs-Initiativen, die sich in den Stadtteilen bilden, noch besser unterstützen, nämlich mit

  • einem “Werkzeugkoffer” voller Instrumente für gelingende Vernetzung
  • einer “mobilen Werkstatt” , die auf Anfrage Nachbarschaftsgruppen und Vernetzungs-Initiativen in den Quartieren inhaltlich unterstützt
  • dem Aufbau eines Expertenpools aus Stadtteilvernetzern, die bereit sind, im Rahmen einer “mobilen Werkstatt” ihr Wissen weiterzugeben.

Im Januar werden wir einen Workshop durchführen, auf dem wir Netzwerk-Knüpfer gemeinschaftlich und “bottom-up” die Instrumente zusammentragen und ausarbeiten, die Nachbarschaftsgruppen und Vernetzungs-Initiativen brauchen, um erfolgreich eine Gruppe gründen und pflegen zu können. Dieser Werkzeugkoffer wird dann auch die Grundlage für unsere mobile Werkstatt sein. Bringen Sie gerne Ihr Vernetzungs-Wissen ein! Der Workshop-Termin wird, sobald er feststeht, hier im Blog veröffentlicht werden.

Heslach im Blick am 5.11.2015: 4. Forum für mehr Wohn- und Lebensqualität im Quartier

Bereits zum 4. Mal lädt die Initiative des Quartiersprojektes „Heslach im Blick“ im Stuttgarter Süden zu ihrer Veranstaltungsreihe ein.


Das „4. Forum für mehr Wohn- und Lebensqualität“ findet statt
am Donnerstag, 5. November 2015 ab 18.00 Uhr
im Generationenhaus Heslach – Gebrüder-Schmid-Weg 13.

Alle Bürgerinnen und Bürger im Quartier und aus ganz Stuttgart sind herzlich eingeladen.
Hier ist das Programm (als pdf zum Herunterladen). Weiterlesen

Inklusionsprojekt “Zeit zum Tanzen”

Getanzte Inklusion – so nennt Jutta Schüle ihre Tanz-Workshops, die sie immer wieder in verschiedenen Stadtteilen von Stuttgart anbietet.
Inklusion ist für sie zur Lebensaufgabe geworden – Barrieren tanzt sie einfach weg!

Auf ihrer Homepage http://www.zeit-zum-tanzen.de steht:
»Unser Ziel ist, durch Musik und Bewegung den Körper, den Geist und die Seele zu stärken, gemeinsam Spaß zu haben, Berührungsängste abzubauen, sich kennenzulernen, Kondition, Koordination, Beweglichkeit und Körpergefühl zu stärken, durch gute Gespräche und fröhliches Miteinander auch jene ermuntern, dabei zu sein, die nicht tanzen möchten.«

In ihren monatlich stattfindenden Tanztreffs im Tanzlokal “Melodie” in Bad Cannstatt kann jeder kommen, jeder mitmachen (auch ohne Tanzpartner) und Tanzen können ist ebenfalls keine Voraussetzung, um dabei zu sein.

Und zu den Tanz-Workshops von Jutta Schüle, die mehrmals im Jahr in wechselnden Veranstaltungsorten und Stadtteilen stattfinden, lädt sie alle Menschen ein, die gerne in einer Gruppe tanzen möchten – Menschen mit Behinderung, Handicap oder psychischen Erkrankungen, Menschen mit Migrationshintergrund oder solchen, die sich beim Kontakte knüpfen schwer tun. Alle sind herzlich dazu eingeladen. Veranstaltungen und Termine stehen hier: http://www.zeit-zum-tanzen.de/termine/.

Fragen und Anmeldungen nimmt Jutta Schüle gerne entgegen:
Tel. 0177-5992982   –   E-Mail: zeit-zum-tanzen@gmx.de

Ein Porträt über Jutta Schüle und ihr Engagement steht in der Stuttgarter Zeitung vom 4.11.2015:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.jutta-schuele-im-portraet-die-one-woman-show.

Das Salz in der Suppe sein …

“SALZ und SUPPE – Stuttgart im Dialog”
Unter diesem Thema wird die Landeshauptstadt ab 2016 ein neues Bürgerbeteiligungs-Projekt “servieren” – um den milieuübergreifenden Dialog in den unterschiedlichen Stadtteilen zu lokalen Themen zu “würzen”. Ziel ist es u. a., Nachbarschaftsnetzwerke über soziale, kulturelle und quartiersbezogene räumliche Grenzen hinweg aufzubauen und zu fördern.
Salopp ausgedrückt: Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, mit neuen Rezepten das Zusammenleben in ihrem Quartier und übergreifend für die gesamte Stadt real und virtuell vernetzt nachhaltig zu gestalten.
Wer beim Lesen auf den Geschmack gekommen ist: Hier steht alles über SALZ und SUPPE.