“Soziale Zukunft Wohnquartier” – Altenhilfeträger fordern Quartiersstrategie

Die Samariterstiftung, die Stiftung Liebenau, der Württembergische Evangelische Fachverband für Altenhilfe und die AG katholischer Heime und Einrichtungen der Altenhilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben sich zum Initiativkreis “Soziale Zukunft Wohnquartier” zusammengeschlossen und fordern eine Quartiersstrategie für Baden-Württemberg.

In diese Quartiersstrategie sollen Kommunen, die Wohlfahrtspflege, Wohnungswirtschaft zivilgesellschaftliche Organisationen etc. eingebunden werden. Im Quartier wird die Zukunft gesehen: “Wir brauchen (…) eine Rückbesinnung auf die Handlungskräfte des lokalen Raumes und der dort lebenden Menschen (…). Hierzu ist aber ein grundlegender Paradigmenwechsel hin zu einer konsequenten Sozialraum- und Quartiersorientierung erforderlich. In diesem Sinne müssen alle Akteure, welche die Sozial- und Lebensverhältnisse vor Ort beeinflussen, umdenken und ihr Handeln neu ausrichten.” (Quelle)

Zu diesem Thema gab es auch ein Fachgespräch in Ulm, wo sich ein informelles Bündnis “Soziale Zukunft Wohnquartier” in Baden-Württemberg formierte. Ein zweiseitiges Papier mit Vorschlägen für eine Quartiersstrategie soll an die Politik im Land übermittelt werden:
15_10_02_Vorschläge_Quartiersstrategie_Baden-Württemberg.

Wer beim Bündnis mitmachen möchte, kann mit Herrn Schlegel von der Samariter-Stiftung Kontakt aufnehmen.

Am Bündnis nimmt auch die LAG Soziale Stadtentwicklung teil, die selbst zu einem Netzwerktreffen am 13.11.2015 in Bruchsal einlädt (Der Link zur Einladung: 2015_11 13_LAG 12. Netzwerktreffen_Gemeinwesenarbeit).

Auch auf Bundesebene gibt es Altenhilfeträger, die sich für eine Pflege im Sozialraum einsetzen: Auf der Webseite des Netzwerks “Soziales neu gestalten” finden sich hierzu weitere interessante Informationen.

Inklusionsprojekt auf den Stuttgarter Fildern

“Inklusive Netzwerke im Quartier aufbauen – wie geht das?” Diese Frage diskutierten wir Stadtteilvernetzer bei unserem Treffen am 29.9.2015 im Gemeindepsychiatrischen Zentrum (GpZ) in Vaihingen.

Frau Schweizer vom GpZ Birkach und Frau Claaßen vom GpZ Vaihingen stellten das Inklusionsprojekt auf den Stuttgarter Fildern im Bereich Freizeit vor, das von der Gemeinschaft aus GpZ Birkach/GpZ Vaihingen/bhz Suttgart e.V./Turnverein Plieningen, evangelische Kirchengemeinde Plieningen-Hohenheim und den zuständigen Bezirksverwaltungen getragen wird. Mitfinanziert wird es von der Aktion Mensch.

Das Besondere am Projekt ist: Hier kooperieren Organisationen für psychisch kranke Menschen und solche für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen miteinander. Das Projekt fokussiert auf den Sozialraum. Weiterlesen

Treffen zum Thema “Nachbarschaftsgruppen”

Morgen, am 7. Oktober 2015, trifft sich von 16-19 Uhr die Stuttgarter Plattform für selbstorganisiertes gemeinschaftliches Wohnen im treffpunkt 50plus im Rotebühlzentrum. Im Mittelpunkt steht das Thema “Nachbarschaftsgruppen”.

Auf dieser Veranstaltung wird die neue Web-Karte für Nachbarschaftsgruppen auf unserer Stadtteilvernetzer-Webseite vorgestellt werden.  Ferner präsentieren unterschiedliche Nachbarschaftsgruppen ihr Projekt, darunter u.a.  die bürgerschaftliche Initiative der Altenknüpfer aus dem Scharnhauser Park, das Netzwerk Neue Nachbarschaften aus Möhringen und eine Nachbarschaftsgruppe, die professionelle Unterstützung hat.

“Refugees, welcome – Flüchtlinge willkommen”

Unseren Flüchtlingen im Quartier Raum für neue Heimat geben
Gelebte Willkommenskultur im Stuttgarter Süden

Nachdem im Herbst letzten Jahres die ersten neuen Bewohner in der Flüchtlingsunterkunft Stuttgart-Süd an der Böblinger Straße eingezogen sind, wurde sehr schnell klar, dass es für die Flüchtlinge einen weiteren Ort des Willkommenseins geben muss: Einen Treffpunkt, wo sie sich außerhalb ihres neuen Wohnbereichs aufhalten können, bewegen können, begegnen können. Der Freundeskreis Flüchtlinge Süd hatte sich zum Ziel gesetzt, die viel zitierte Willkommenskultur für die Flüchtlinge in unserem Quartier hautnah erlebbar umzusetzen: Über den eigentlichen Raum des Wohnens, Lebens und Schlafens hinaus ihnen einen Raum der Begegnung zu ermöglichen.
In vielerlei Hinsicht naheliegend bot sich das Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach an.  Weiterlesen

Treffen der Stadtteilvernetzer in Vaihingen

Morgen, Dienstag 29. September 2015, findet ab 17.30 Uhr das nächste Treffen der Stadtteilvernetzer Stuttgart statt. Wir treffen uns im Gemeindepsychiatrischen Zentrum (GpZ) Vaihingen, Robert-Koch-Str.9. Thema des Treffens: “Inklusive Netzwerke im Stadtteil aufbauen, wie geht das?”. Frau Schweizer vom GpZ Birkach, Frau Mögelin vom bhz Stuttgart/der Behindertenhilfe und Frau Claaßen vom GpZ Vaihingen berichten über das Inklusionsprojekt auf den Fildern im Bereich Freizeit. Danach geht es wie immer an runde Tische für die Diskussionen untereinander. Ein Bericht über das Treffen folgt.

Wissenssammlung für Vereine im Internet

Vereine sind ganz zentrale Akteure, wenn es um die soziale Quartiersentwicklung und -vernetzung geht. Gerade auf Vereinsseite gibt es aber viele Organisationen, die derzeit mit Schwierigkeiten kämpfen, weil der Nachwuchs ausbleibt, Vorstandsämter nicht besetzt werden können und die Vereinsverwaltung immer komplexer wird. Um Vereinen wichtige Informationen über das Vereinsmanagement zu bieten, die schnell und unkompliziert im Internet abgerufen werden können, wurde vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V. ein Vereinswiki eingerichtet. Es lohnt sich, diese Webseite in den Quartieren bekannt zu machen.

Zwei Web-Plattformen mit Infos

Zwei Web-Plattformen bieten interessantes Wissen und Material für Quartiersvernetzer:

  • Die Plattform des “Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit” , einer Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und 62 Partnerorganisationen, bietet eine Fülle an Guter-Praxis-Beispiele und Arbeitshilfen für die Gesundheitsförderung und mögliche Gesundheits-Projekte im Quartier:
    http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/gesundheitsfoerderung-im-quartier
  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen hat eine neue Webseite gestartet, die Beispiele sammelt von bürgerschaftlichem Engagement von Menschen mit Behinderung. Hier kann man nach guten Projekten suchen oder gute Projekte für die Datenbank vorschlagen http://bagfa-inklusion.de
    Stadtteilvernetzer, die inklusive Netzwerke im Quartier aufbauen wollen, finden hier bestimmt gute Anregungen.

Ein Repair Café im Quartier – Berichte aus der Praxis

Das Mai-Treffen der Stadtteilvernetzer Stuttgart in der Neckarvorstadt befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Thema “Repair Café im Quartier”. Hier die inhaltliche Zusammenfassung der Diskussion:

Was ist eigentlich ein Repair Café? Bei einem Repair Café kommen Menschen zusammen, um gemeinsam mit der Unterstützung von Experten des Repair Café-Teams kaputte Dinge zu reparieren, und so ein Zeichen zu setzen gegen die Wegwerf-Mentalität. Die Treffen sind nicht-kommerziell und werden ganz von ehrenamtlichen Helfern getragen.

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