“Dritte Orte sind für gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar.
Das Miteinander in unserer Gesellschaft gerät angesichts wachsender Polarisierung zunehmend unter Druck. Digitale Kommunikation ersetzt persönliche Begegnungen, Bindungen vor Ort werden schwächer. Anstelle von Vertrauen und Zusammenhalt entstehen Abgrenzung und Rückzug ins Private. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft ist da – es fehlen die Orte, an denen sie entstehen kann. Hier setzen Dritte Orte an. Sie sind offene, soziale und kulturelle Treffpunkte, die das private Zuhause und funktionale Orte wie den Arbeitsplatz ergänzen. Wir sind überzeugt: Dritte Orte sind ein zentrales Element der Infrastruktur für gesellschaftlichen Zusammenhalt.”
Wir freuen uns, über das erfolgreiche Abschlusstreffen unseres Erasmus-Projekts “Give A Second Life To Things” zu berichten, das vom 28. bis 30. Januar 2026 in Łódź stattfand. Gastgeber war wieder die “Fundacja Activus”, die uns herzlich willkommen hieß und ein inspirierendes Programm auf die Beine stellte.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung in der prächtigen ehemaligen Fabrikantenvilla von Leopold Kindermann wurden die wesentlichen Bestandteile und Ergebnisse des Projekts präsentiert. Ein Fokus lag auf dem Austausch mit dem Stadtseniorenrat und Mitgliedern der Stadtverwaltung, die großes Interesse an den nachhaltigen Initiativen zeigten.
Das Projekt, das sich dem Thema Nachhaltigkeit widmete, bot Einblicke in verschiedene umweltbewusste Projekte, die in Prag, Stuttgart und Łódź besucht wurden. Unsere Partnerorganisation berichtete über besuchte Initiativen in allen drei beteiligten Städten und gab aussagekräftige Einblicke in Aktivitäten und Workshops, die auch noch darüber hinaus für Teilnehmende der Fundacja Activus in Łódź stattgefunden haben.
Besonders faszinierend waren die vergleichenden und erhellenden Ergebnisse der Umfragen zum Nachhaltigkeitshandeln und dem verfügbaren Wissen in den drei teilnehmenden Städten. Diese Umfragen zeigten sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede auf, die uns wertvolle Anregungen für zukünftige Projekte liefern.
Wir bedanken uns herzlich bei der Fundacja Activus und allen Teilnehmenden, die dieses Treffen zu einem bereichernden Erlebnis gemacht haben. Gemeinsam konnten wir wichtige Erkenntnisse und Inspiration für die Weiterführung unserer Arbeit in Stuttgart mitnehmen.
Weitere Informationen zu unserem vergangenen Treffen in Prag finden Sie hier und zum ersten Besuch in Łódź hier
Die Stuttgart-Crowd gibt Initiativen und Macher:innen die Möglichkeit, ihre ökologisch oder sozial nachhaltigen Ideen mit Unterstützung der Menschen aus unserer Stadt zu finanzieren und umzusetzen. Mehr Infos gibt es hier:
Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband lädt am 27.02.2024 zu einem Barcamp “Quartier” ein: “Quartiersentwicklung vor Ort gestalten – genossenschaftlich zusammen wachsen”
Der holländische Politologe, Stadtplaner und Professor für Urban Futures, Maarten Hajer, hat in einem Vortrag für das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart im Januar 2019 einen Vortrag in der Stadtbibliothek gehalten, der ein großes Publikum anzog.
Seiner Ansicht nach verlaufen städtische Planungsprozesse in der Regel zu bürokratisch. Es fehlten Visionen und Leitbilder, – auch in Stuttgart. Man braucht Hajer zufolge “imaginaries”, d.h. Bilder von der Zukunft, um die Menschen einer Stadt mitzunehmen und “Lust auf Zukunft” zu entwickeln. Gerade Nachhaltigkeit erziele man nicht durch Verbote, sondern durch die Entwicklung neuer Leitbilder, die deutlich machen, mit welchen Gewinnen und Chancen die Nachhaltigkeit einhergeht. Mit seiner Methode des “futuring” und dem Urban Future Studio der Uni Utrecht, das auch Künstler/innen und Theaterleute einbezieht, sollen Zukünfte veranschaulicht werden.
Die Qualifizierung “Orte für Beteiligung” richtet sich an alle Engagierten (Haupt- und Ehrenamtliche) aus Mehrgenerationenhäusern, Bürgertreffs, Stadtteilzentren, Mütter- und Familienzentren, Personen aus Offenen Treffs, Gemeindezentren in Baden-Württemberg … Kurzum an alle Personen, die ihren Ort der Nachbarschaftlichkeit und des Gemeinsinns weiter als „Ort für Beteiligung“ stärken wollen – bezogen auf die Kultur im Haus oder als Plattform für Beteiligung im Quartier für (städtebauliche) Veränderungsprozesse.
Am Ende der Qualifizierung sollen die Teilnehmer*innen eine konkrete Vorstellung davon haben, welche Schritte für ihre Einrichtung notwendig sind, um sich als »Ort für Beteiligung« (weiter) zu entwickeln. Außerdem geht es darum, während der Qualifizierung ein konkretes Vorhaben zu erarbeiten und umzusetzen. Dabei werden Sie von den Trainer*innen der Breuninger Stiftungbegleitet und unterstützt. Außerdem bringen die Trainer*innen Impulse ein und vermitteln Grundlagen zu den vielfältigen Themen der Beteiligung.
Am 25. Mai 2018 wird im Gebrüder Schmid Zentrum des Generationenhauses Heslach der „Tag der Nachbarn“ gefeiert
Am Freitag, 25. Mai d. J. findet bundesweit der »Tag der Nachbarn« statt. Unter dem Aktionsmotto »Tausend Feste« wird in zahlreichen Städten und Gemeinden das nachbarschaftliche Miteinander gefeiert. Auch für das Gebrüder Schmid Zentrum unter Regie der Sozialverwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart ein willkommener Anlass, alle Bürger*innen des Stuttgarter Südens herzlich ins Generationenhaus Heslach einzuladen, um den »Tag der Nachbarn« gemeinsam zu feiern. Von 10:00 bis 17:00 Uhr macht das Café Nachbarschafft im Gebrüder Schmid Zentrum seinem Namen alle Ehre: In gelebter Nachbarschaft bei Kaffee und Kuchen miteinander schwätzen, gemeinsam singen, Live-Musik hören, sich wohlfühlen … dabei zu sein, wenn es heißt, mit Freude, Spaß und vergnügter Unterhaltung miteinander unseren »Tag der Nachbarn« zu feiern. Weiterlesen
Die Bürgerstiftung Stuttgart lädt alle Bürger*innen auch
in diesem Jahr ganz herzlich ein zum Stuttgarter Bürgerfrühstück
auf dem Kleinen Schlossplatz am Samstag, 16. Juni 2018
von 10.00 bis 12.00 Uhr:
Beim ersten Treffen der Stadtteilvernetzer in 2018 waren wir im Anna Haag Mehrgenerationenhaus in Bad Cannstatt zu Gast. Wir diskutierten über die Öffnung von Pflegeheimen ins Quartier. Kurzreferate kamen hierzu von Frau Hoffmann vom Anna Haag Mehrgenerationenhaus und von Frau Dinkelacker-Strika und Frau Krauß vom DRK Seniorenzentrum “Haus im Sommerrain”. Beide Häuser betreiben eine aktive Quartiersarbeit.
Die folgenden Punkte kristallisierten sich in der Diskussion als wichtige Voraussetzungen heraus, damit eine Öffnung in den Stadtteil gelingt. Sie können Pflegeheimen und lokalen Netzwerken als Anregung dienen:
Es braucht Räume, die Begegnungen ermöglichen wie bspw. ein nachmittägliches Haus-Café, einen Raum für Sport, Bastel- oder IT-Angebote, ein Eingangsbereich mit einer “Lounge” oder einem “Marktplatz”
regelmäßige Veranstaltungen für Hausbewohner/innen und Bürger/innen aus dem Quartier: z.B. Sportangebote, die ein lokaler Sportverein anbietet; Gottesdienstangebote seitens der örtlichen Kirchengemeinden; Stadtteilfrühstück; IT-Handy-Schulung usw.
Veranstaltungs-Highlights wie bspw. eine Theateraufführung, ein Musical, entweder von externen Anbietern oder als Koproduktion von Heim und Quartierseinrichtungen
Öffentlichkeitsarbeit: die Bürgerinnen und Bürger im Quartier müssen über die Aktivitäten des Heims informiert sein. Schwellenängste müssen abgebaut werden (“Darf man als Externer ohne pflegebedürftige Angehörige überhaupt in das Heim hinein” – das fragen sich in der Praxis nicht wenige Bürger)
Offenheit auf Seiten des Pflegeheims, aber auch auf Seiten der Bürger/innen: beide Seiten müssen neugierig aufeinander sein
einen Treiber bzw. Katalysator, der die Öffnung vorantreibt, sehr kommunikativ und umgänglich ist
Viele Ehrenamtliche – ohne die geht es nicht
Geld – denn eine Öffnung ins Quartier kostet etwas. Räume, Begegnungen, Schulungen, kulturelle Highlights, Öffentlichkeitsarbeit, – all das will finanziert sein. Herr Schlegel von der Samariterstiftung zählte einige mögliche Finanzierungsquellen für die Quartiersarbeit auf: u.a. Eigenmittel des Trägers, Fördermittel aus Landes- und Bundesprogrammen, Entgelte für die Quartiersarbeit (setzt sich als Modell nicht wirklich durch), Gründung einer Stiftung (so hat es die Samariterstiftung gemacht indem sie die Stiftung Zeit für Menschen samt Tochterstiftungen gründete), Sozialhilfe, Baugenossenschaften als mögliche Partner (siehe die Aktivitäten von hiesigen Baugenossenschaften im Rahmen des Vereins Integrative Wohnformen), die Kommune.
Es zeichnet sich ab, dass die Kommune und damit auch die örtliche Politik ganz zentrale Akteure sind, wenn es um eine Öffnung der Heime nach außen geht. Quartiersarbeit und deren Finanzierung müssen von Heimträgern, aber auch von der Bürgerschaft, auf die örtlichen Agenda des Gemeinderats und der Lokalverwaltung gesetzt werden.
Alte Fahrräder müssen wirklich nicht so enden … Deshalb wird im Stuttgarter Süden eine offene, soziale Fahrradwerkstatt, in der Menschen mit und ohne Flucht- und/oder Migrationshintergrund ihre Räder reparieren können, gegründet.
Nach langer Suche hat der Freundeskreis Flüchtlinge Stuttgart-Süd einen Raum für das Projekt in der Flüchtlingsunterkunft Schickhardtstraße gefunden (zwischen Erwin-Schoettle-Platz und Schwabtunnel). Diesen gilt es auszustatten und in Betrieb zu nehmen. Für einen Ortstermin und ein erstes Info- und Orga-Treffen sind alle Interessent*innen und potentiellen Helfer*innen ganz herzlich eingeladen. Die Devise lautet: Mach‘ mit und hab‘ selbst etwas davon – interessante Begegnungen, Austausch zum und über das Fahrrad und Radfahren sowie im Zweifel auch einen optimal gewarteten Drahtesel.
Der Freundeskreis Flüchtlinge Stuttgart-Süd lädt deshalb ein zum ersten Info- und Orga-Treffen am Donnerstag, 18. Januar 2018 um 18.00 Uhr im Gemeinschaftsraum der Flüchtlingsunterkunft Schickhardtstraße 35–37 in S-Süd.
Wer ein altes Fahrrad spenden möchte, der kann das hier künftig in kundige Hände abgeben. Es wird repariert und im Quartier weitergegeben. Wer einen Platten flicken möchte, findet hier das nötige Material und Werkzeug. Wer bedürftig ist und ein Fahrrad sucht, der kann hier immer mal nachfragen. Und wer zu Hause keinen Platz und Werkzeug zum Schrauben hat oder sich dabei lieber mit netten Menschen trifft, der kann dafür gern vorbeikommen.